Neue Medien – Neue Gefahren
für unsere Kinder? 17.11.2011
Cem Karakaya referierte über World of Warcraft, Facebook & Co.
So genannte „Neue Medien“ wie interaktive Computerspiele, soziale Netzwerke im Internet und webfähige Mobiltelefone haben längst Einzug in die Kinderzimmer gehalten. Leider bergen diese Errungenschaften der modernen Technik auch Tücken, über die jugendliche Nutzer und auch deren Eltern Bescheid wissen sollten. Licht ins Mediendunkel brachte der Vortrag von Cem Karakaya, Mitarbeiter bei der Münchner Polizei und Sachbearbeiter für neue Medien.
Karakaya informierte die neuhof LehrerInnen und Eltern zunächst über die verschiedenen Formen neuer Medien und ihre speziellen Gefahren. Viele Jugendliche geben zum Beispiel auf sozialen Netzwerken wie Facebook freiwillig viel von sich preis. Sehr beliebt sind exzessive Partyfotos oder auch Fotos im Bikini oder in Unterwäsche. Hat man bei seinem Benutzerkonto nicht diverse Einstellungen vorgenommen, sind diese Bilder für jeden auffindbar – vielleicht auch vom nächsten Chef. Mittlerweile ist es durchaus möglich, dass dieser potentielle Mitarbeiter vor einem Bewebungsgespräch im Internet suchen lässt.
„Früher wurden an den Schulhöfen Panini-Sammelbilder getauscht, heute sind es Pornos und Gewaltvideos per Handy“, erklärte der Polizeimitarbeiter. Was sich drastisch anhört, ist es auch. Allerdings muss man auch sagen, dass nicht jeder Teenager, der ein Handy besitzt, Pornos tauscht und nicht jeder Schüler mit PC süchtig ist oder illegale Videos aus dem Netz zieht. Betroffen sind allerdings auch nicht immer nur die anderen. „Hier muss man einfach hinschauen, was unsere Kinder machen“, betont Karakaya.
Wichtig im Umgang mit den Jugendlichen sind auch bei diesem Thema Offenheit und Vertrauen. „Neue Medien können und sollen Spaß machen“, sagt Karakaya. Die wichtigsten Werkzeuge sind ausreichendes Wissen und ein verantwortungsvoller Umgang mit Internet, Smartphone, PC-Spielen und Konsorten. Wer seine Medienkompetenz absichern oder erweitern will, kann folgende Quellen nutzen, die die Polizei für neuhof zusammengestellt hat.
PS: In eigener Sache möchten wir im Rahmen des Themas noch auf etwas hinweisen: Der Gebrauch von Mobiltelefonen und Smartphones ist während der Unterrichtszeiten auf unserem Schulgelände verboten. Bei dieser Regelung richten wir uns nach Art 56 Satz 5 BayEUG. Wer sich nicht daran hält, läuft Gefahr, dass sein Handy vorübergehend einbehalten wird.


