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10.09.2010

neuhof-Schüler experimentieren an der Uni mit neuer Solartechnologie

Wissenschaftspropädeutisches Seminar der Q11 der neuhof-Schulen:
Leitfach Physik; Seminarleiter Robin Kral

Herstellung und Vermessung von Hybrid-Solarzellen

Mehr als nur ein Besuch an der Universität

Sieben unserer Schüler machen sieben verschiedene Experimente an der LMU. Im Rahmen eines W-Seminars besteht die Möglichkeit, eine Facharbeit im naturwissenschaftlichen Bereich zu schreiben. Das NIM-Projekt (Nanosystems Initiative Munich), das von der LMU und TU initiiert worden ist, um Schülern und Schülerinnen einen Einblick in die naturwissenschaftlichen Bereiche der Universitäten zu ermöglichen, hat sich dabei als wundervoller Kooperationspartner erwiesen.

Unsere Schüler bauen hybrid- bzw. farbstoff-stabilisierte Solarzellen. Das sind keine herkömmlichen, kristallinen Solarzellen, wie man sie schon überall sehen kann, sondern Neuentwicklungen auf organischer Basis. Sie wären deutlich preiswerter und in Form von Filmen flexibler in der Anwendung, gäbe es nicht das Problem mit dem Wirkungsgrad und den damit verknüpften Verständnis über die prinzipielle physikalisch-chemische Funktionsweise. Wissenschaftliches Arbeiten bedeutet hier das Verändern von Parametern wie Schichtdicken und Aushärtungstemperatur sowie die Veränderung der chemischen Zusammensetzung. Anschließend wird die Effizienz der neuen Solarzelle gemessen. Dabei gehen unsere Schüler im Prinzip genauso vor, wie die Doktoranden, die an diesen Dingen zur Zeit arbeiten.

Zwei Tage Konfrontation mit völlig Neuem –

was dabei herauskam, überraschte alle Beteiligten. Die Doktoranden waren verblüfft von der Neugierde und der Unvoreingenommenheit unserer Schüler und letztere waren darüber erstaunt, dass sich das Berufsleben so positiv vom Schulleben unterscheiden kann.

Zu einer wissenschaftlichen Arbeit gehört nicht nur das Experiment, sondern auch die Auswertung am Computer und das Produzieren eines „papers“, hier Facharbeit genannt sowie dessen Präsentation vor Fachpublikum. Am 30. Juli hat hierzu eine Veranstaltung an der Uni stattgefunden und von Mitte September bis Mitte Oktober stellen unsere Schüler ihre wissenschaftlichen Arbeiten am neuhof-Gymnasium vor.

An dieser Stelle möchte ich mich für die entspannte, geduldige und vor allem gute Zusammenarbeit mit dem NIM bedanken, das heißt bei Andrea Jungbauer, Wolfgang Wiedemann und Benjamin Mandelmeier.

Schülerstatements zur Mitarbeit am „NIM-Projekt“ der LMU

Paul Main: „Pipettieren, Spin-coating, Arbeiten mit hochkonzentrierter Salzsaure und Hochvakuum, so macht Schule Spaß!"

Sebastian Helmrich: "Arbeiten an der Universität wie die echte Professoren, mit modernster Technik, den teuersten Geräten, viel Zeit und ohne jegliche Ahnung."

Oli Heinig: „Es war sehr lehrreich aber auch sehr anstrengend und hat uns einen guten Einblick in das Studentenleben gegeben.“

Lucas Jacob: „Die Exkursion hat unsere Ansichten über die Laborarbeit gravierend verändert.“

Simon Kratschman: „Wir betreten Neuland, eine Kooperation zwischen Schule und Uni funktioniert das? Und ob es funktioniert, es macht Spaß und man lernt Dinge praktisch zu machen, nicht nur graue Theorie wie in der Schule.“

Felix Plizko: „Der Schulalltag kann manchmal ganz schön langweilig werden, doch als wir da diesen Versuch in der Uni gemacht haben merkt man, dass es nicht immer so sein muss. Der Versuch war total interessant und hat einen richtigen Einblick in das Berufsleben eines Physikers gegeben."


Robin Kral, Seminarleiter

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